Worte die bewegen

If we are demoralized, sad and only complain, we’ll not solve our problems. If we only pray for a solution, we’ll not solve our problems. We need to face them, to deal with them without violence, but with confidence – and never give up. If you adopt a non-violent approach, but are also hesitant within, you’ll not succeed. You have to have confidence and keep up your efforts – in other words, never give up.

- Dalai Lama

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Eine Melodie

Ich lausche der Melodie. Sie ist bewegend und beruhigend. Tragend und haltend und dann doch wieder lässt sie einen fallen, um einen im gleichen Moment wieder sicher zu wiegen.
Dies alle ist bringt die Melodie hervor.
Kann ich das auch? Kann ich nicht andere Menschen bewegen. Sie in Stimmung bringen und mitziehen. Sie von Dingen begeistern und dann ihnen zeigen sich zu beruhigen. Sich nicht aufzuregen und einen klaren Kopf zu bewahren. Eher sie dann merken, dass sie unter der Last der Gesellschaft zusammenbrechen und ich ihnen dann aufhelfe, damit sie nicht von den Massen erdrückt werden. Manchmal brauche sie auch Halt. Kann ich ihnen den nicht geben. Und dann, wenn sie selbstständig werden, muss ich in der Lage sein, sie gehen zu lassen und sie auch fallen zu lassen, damit sie lernen, aber stets sollte ich wieder da sein, um den Menschen einen ruhigen Ort der Zuflucht zu spenden.
Kann ich all dies leisten? Kann ich so sein, wie eine Melodie? So vielseitig und umfangreich und geradezu allumfassend?
Wieso so sein wollen, wenn man es doch schon ist.
Irgendwer ist für jemand anderen ein sicherer Hafen im chaotischen Ozean des Alltags, für eine andere Person ist dieser Jemand der Halt, den er braucht und wieder jemand anderes sieht in ihm die Muse seiner Kreativität. Man sollte sich nicht ständig vorstellen, wer man gerne wäre, nur weil man nicht gleich erkennt, wer man ist. Manchmal bedarf es Freunden, um zu sehen, wer man ist und was man jemanden bedeutet. Manchmal weiß man gar nciht, wie viel man anderen Leuten bedeutet. Dies sollte man ihnen dann mitteilen.
Man wird dann dann sehr schnell spüren, dass die eigene Melodie nicht so trist ist, wie man annahm.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Ein Kommentar

Phones

Video | Veröffentlicht am von | Hinterlasse einen Kommentar

Zitat

“Das Leben ist wie ein Mosaik, dessen Vollendung man leider nie miterleben wird.”
– Mr. Winterschein

Veröffentlicht unter Uncategorized | Ein Kommentar

Im Sande verborgen

Unter meinen Füßen spüre ich leicht den federnden Widerstand des Sandes. Er knistert zwischen meinen Zehen und zurück bleibt ein kribbelndes Gefühl. Die Sonne brennt ihr Dasein in meine Haut und so stapfe ich durch den Sand. Es fühlt sich an wie in einem Glutofen. Von unten werden meine Füße gerüstet und mein Kopf reckt sich trutzig der Sonne entgegen, welche unerbittlich ihre Strahlen auf mich niederschickt. Die Luft vor mir flimmert, wie man es von den Teerstraßen im Sommer her kennt. Nur eines ist anders. Es flimmert überall und auch ich habe das Gefühl mich zu verflüchtigen, aber tapfer gehe ich voran. Ich setze einen Fuß vor den anderen, um ihn dann wieder aus dem Sand zu ziehen. Es ist mühsam. Es fühlt sich bald so an, als würde der Sand nach mir greifen und mich an sich reißen wollen. Doch nur seine körnige Form macht ihm einen Strich durch die Rechnung.
Mein Verstand arbeitet langsam. Es ist als sei er heißgelaufen und hätte sich abgestellt. Ich laufe nur noch – stolpern trifft es wohl eher. Ich nehme um mich herum nur die Wärme und die grelle Farbe des Sandes wahr. Alles wirkt gleich. Ein Vorankommen ist nicht auszumachen. Die Landschaft ist immer die gleich. Eine Sanddüne nach der anderen und immer wieder das Flimmern der Luft, welche sich versucht der Sonne zur Wehr zu setzen.
Meine Haut ist bereits ganz ledrig und fest. Ihre Farbe hat sich in ein Braun getaucht. Widerstand biete sie inzwischen, aber meine Lippen. Sie sind trocken. So trocken wie das Flussbett des Kongo zur Sommerzeit und ebenso aufgerissen sehen sie auch aus. Es schmerzt und jeder Versuch sie zu befeuchten nützt nichts. Meine Zunge hat das Gefühl über Schmirgelpapier zu gleiten und die Feuchtigkeit verflüchtigt sich so schnell, dass lediglich eine blasse Erinnerung zurück bleibt.
Wieso eigentlich? Wieso wandere ich hier umher? Die Sonne hat mir bereits die Erinnerung an mein Ziel ausgebrannt. Doch ich krame in den Windungen meines Verstandes; kehre dort den Sand aus und versuche das Rad des Denkens wieder in Gang zu bringen. Tatsächlich erscheint mein Ziel schemenhaft vor meinem geistigen Auge. Ich will Etwas finden. Doch wie soll ich auch nur irgendetwas finden?
In dieser Wüste gibt es nichts außer Sand und Hitze. Es ist anstrengend immer wieder die Füße aus dem Sand zu ziehen. Sieder einen Schritt vor zu setzen und dann wieder zu versinken. Es mühsam sich gegen die hitzige Wärme zu stemmen, die einem bei jedem Schritt ins Gesicht schlägt. Es ist mühsam zu gehen, ohne zu wissen, wofür man dies macht. Was suche ich? Ich habe es vergessen. Muss ich zunächst suchen nach dem, was ich vergessen habe, bevor ich das ausfindig machen kann, weshalb ich eigentlich hier bin?
Meine Beine schmerzen mir. Ich spüre keine Kraft mehr in Ihnen. Dennoch ziehen ich sie immer wieder aus dem Sand; erklimme Düne um Düne; stolpere und richte mich wieder auf. Nur wofür all diese Qual.
Meine Kräfte schwinden mir, doch die Sonne scheint noch ausreichend Kraft zu besitzen, um mich in die Knie zu zwingen. Ich klettere eine Düne hinaus, doch schon am Fuße scheitere ich. Der Sand unter meinen Füßen gibt nach und ich falle rücklings einige Schritt hinunter. Unten kehrt sich zu Oberst und das Himmel wird zu Boden. Sand wirbelt um mich herum und da liege ich. Das Gesicht in den Sand. Ich öffne die Augen und erblicke ein einzelnes Sandkorn. Er ist winzig und unbedeutend und unbedeutend, doch mit einem muss es beginnen, bevor es viele sind, die etwas bewegen können. Dennoch werde ich mich nicht bezwingen lassen von Ihnen. Denn ich bin der Eine mit dem es beginnt. Ich stemme meine Hände in den warmen Sand und bringe mich empor. Der Wind kommt über die Düne hinweg und kleine Pfeile aus Sand bohren sich in meine Augen. Ich gehe empor; erklimme diesen Berg. Auf der anderen Seite. Sand soweit das Auge blickt. Doch dort! Was erblicken meine müden Augen. Ich stapfe die Hügel hinunter und vor mir befindet sich ein Kaktus. Mannshoch und er blüht.
Ein Lächeln schleicht sich auf mein Gesicht und so gehe ich weiter. Mein Ziel? Ich suche nach dem, was ich vergaß und ich habe das Gefühl, dass es etwas frischer geworden ist.

Veröffentlicht unter Geschichte/ Erzählung, Mensch, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Pingiun

Es war einmal ein Pinguin. Er hatte schwarze Federn, doch nur an seinem Bauch war er ganz weiß. Seine Flügel – klein wie sie waren – standen von seinem torpedoförmigen Rumpf ab und waren stets parallel zum Boden ausgerichtet. Die Füße waren gelb wie die Sonne, dessen Antlitz er nie sah, da die Wolken zu dicht waren. So ist es nun mal am Südpol zu leben, erfuhr der Kleine, der seinen Schnabel immer wieder nach oben gerichtet hatte. Er war ganz traurig, dass er nie die Sonne sehen konnte. Er wüsste zu gerne wie diese aussähe, aber keiner seiner Artgenossen konnte es ihm sagen.
Eines Tages, es war recht mild, fiel dem kleinen Pinguin etwas Feuchtes auf den Kopf. Zunächst dachte er, dass eine Schneeflocke dies wäre, aber wieso sollte diese so flüssig sein und er blickte gegen Himmel und sag die Möwen, wie sie über ihn wegflogen und sich in Sichtweite niederließen. Er begriff, dass er soeben beschissen wurde.
Watschelnd ging er rüber zu den Möwen, um zu erfahren, wieso sie dies machten, doch bevor er zu sprechen begann sagte einer der Möwen laut und mit ächzender Stimme:
“Meins!” verwirrt von diesem Ausruf, blickte der Pinguin die Möwe stumm an, bis sich diese vernehmen ließ:
“Vermutlich nicht!” und sie brach in Gelächter aus.
“Wohin des Weges kleiner Freund?” fragte die Möwe, doch bevor der Pinguin zu sprechen beginnen konnte, redete die Möwe erneut:
“Wir fliegen in den Norden, dort ist es schön warm und die Sonne scheint.” bei diesen Worten wurde der Pinguin hellhörig.
“Kann ich mit euch kommen?” fragte der Pinguin, welcher nun die Schweinerei auf seinem Kopf ganz vergessen hatte.
“Klar, flieg mit uns.” und so erhoben sich die Möwen und flogen gegen Norden.
Zögernd, ob er ihnen nun folgen sollte oder nicht, sprang der Kleine in die Fluten und folgte so lange den Möwen, bis er sie aus den Augen verlor. Er war weit rausgeschwommen. Hatte schon viel Kraft eingesetzt um seinem Ziel näher zu kommen. Er wollte die Sonne sehen. Mit diesem Ziel vor Augen durchstreift der Pinguin das Meer. Er spürte sehr bald, dass das Wasser um ihn herum wärmer wurde. Er begann sich unwohl zu fühlen. Er wusste, dass er schwitzte, zumindest fühlte es sich so an. Er strengte sich an und ihm wurde immer wärmer. Und wie er durch das Wasser flog, wurde er plötzlich geblendet. Ein grelles Licht schoss von oben herab. Er stoppte seine Schläge und blickte empor. Durch die Wolken hindurch trat ein großer runder Kreis, der so hell war, dass der Pinguin, die Augen zu kneifen musste. Der Kreis war so warm, dass dem Pinguin schwindelig wurde. Es musste die Sonne sein. So hatte er sie sich vorgestellt. Sein Ziel hatte er erreicht, aber es war zu warm hier. Viel zu warm. In seinem kleinen schwarzen Frack war es zu warm und in diesem Wasser war es zu warm. Es war einfach zu warm und zwar überall. Der Kleine spürte schnell, dass dies nicht sein Zuhause war. Er musste zurück. Zurück zu seiner Familie. Zurück zu seinen Freunden. Zurück an einen Ort an dem er gehört.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 3 Kommentare

Im Keller

Ich gehe einige Treppen hinunter. Die Wände sind kalt und feucht. Leichter Geruch von Nässe ist zu vernehmen und immer mal wieder tropft von der Decke etwas Wasser auf mein Haupt. Die Treppen sind aus blanken Stein und lassen jeder Schritt wiederhallen. Die Wände sind wegen der Feuchtigkeit stellenweise von Moos übersät. Der Abstieg dauert eine Weile. Das monotone Hallen meiner Schritte von den Wänden lässt eine zuweilen vergessen, wie tief man bereits in das Erdreich vorgedrungen ist. Doch ich muss nachschauen. Nachschauen, ob er noch immer dort unten ist. Die Treppe endet vor einer Tür. Sie ist mit Metallbeschlägen verstärkt und ein kleines Gitterfenster ist mittig angebracht. Das Holz der Tür ist stabil und noch nicht vom Wasserdampf in der Luft beschädigt. Der Schein meiner Fackel erhellt den folgenden Raum nur unwesentlich doch ich kann den Bündel erahnen, dessen Weg mich hier hinter geführt hat. Ich rüttele an der Tür. Sie ist stabil. Das Bündel zuckt. Scheinbar hat es mich nun erst wahrgenommen. Ich habe mich versichert, dass es nach wie vor gut weggesperrt ist und keinen Schaden mehr anrichten kann und so setze ich meinen Weg nach oben an. Ich trete auf die erste Stufe und vernehme von hinter mir ein Gemurmel. Es windet sich leicht in meine Gehirnwindungen und säuselt mir ein, dass ich es doch befreien sollte. Es frei lassen! Doch nein, ich muss standhaft sein. Es hat mir bereits einmal sehr viel Schaden zu geführt. Es gehört weggesperrt! Versiegelt und vergessen, bis zum Ende aller Zeiten. Voller Wut und Zorn wände ich mich um und trete gegen die Tür. Das Bündel weicht von der Tür zurück und fällt zu Boden und wimmert.
Es scheint Angst zu haben. Hätte ich vermutlich auch, wenn ich hier unten säße und nichts sehen würde. Wenn ich umfangen wäre von der Finsternis und dem unhörbarem Nichts. Ja, dann ginge es mir vermutlich auch so. Nichtsdestoweniger soll es hier unten Vergammeln bis zum Letzten Tage. Soll es hier verweilen bis über die Zeit meiner Selbst hinaus und über seine Taten nachdenken. Nachdenken darüber, was es mir angetan habe. Aber, was tue ich ihm nun an. Ich habe es eingesperrt, gefesselt und geknebelt. Ihm jedwedes Sonnenlicht geraubt und ihm jede Form der Kommunikation abgeschrieben, welches Recht habe ich dies zu tun? Ich atme tief durch. Mein Gewissen meldet sich zu Wort und macht mir deutlich, dass mein Verhalten nicht sehr löblich ist. Es ist geradezu erschreckend grausam, wie ich mit ihm umgehe. Ich greife in meine Tasche und krame nach dem Schlüssel. Das klirren der Schlüssel in meiner Hand lässt das Bündel kurz inne halten bevor es sich winselnd versucht davon zu machen. Ich schließe die Tür auf und gehe zu dem armselig dreinblickenden Häufchen Elend hinüber, welcher nun bedauerlich an der Wand lehnt, als wolle es einen darum bitte ihm nichts zu tun. Ich teile ihm mit, dass ich ihm nichts antun werde, doch das Geräusch eines Dolches, welcher aus seiner Scheide gezogen wird, macht ihm Angst. Es beginnt zu zappeln. Ich versuche unter größten Kraftanstrengungen die Fesseln und Leinen zu durchtrennen und es zu befreien. Nach einem wilden Kampf, bei dem ich es nicht verwunden wollte, habe ich es geschafft seine Einschränkungen von ihm zu nehmen. Es wühlt sich aus dem Wust von Bändern und Bandagen und hervor kommt sie, meine Erinnerung. Ich wollte sie eigentlich für immer hier unten lassen. Ich stecke den Dolch weg und reiche ihr die Hand. Sie ergreift diese und ich verspüre den Schmerz, welchen ich damals schon vernommen hatte. Ich schließe die Augen und vor meinem inneren Auge spielt sich die Szene erneut ab. Ich atme durch und mir wird klar, dass ich lernen muss damit umzugehen. Es nützt mir nichts meine Erinnerungen zu verschließen und sie wegzusperren. Ich muss mit ihnen leben und sie annehmen und akzeptieren. Schließlich sind sie ein Teil von mir. Ich mache mich daran die Treppen empor zu steigen. Nach schier nicht enden wollenden Treppen erblicke ich das Licht am Ende des Korridors.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar