Was denk ich über dich und wie wichtig ist dir das?

Die Meinung anderer Menschen ist uns oft so wichtig, dass wir stets nach Rückmeldung verlangen, aber was bringt uns diese Rückmeldung, diese Meinung der Anderen?
Man könnte nun sagen, dass man durch die Meinung der anderen erst zu einer Person reift. Sicherlich ist diese Idee nicht verkehrt. Durch die Meinung anderer über uns werden wir dazu angehalten über uns selbst zu reflektieren, uns selber im Klären darüber zu werden, wie wir auf andere wirken.
Diese über uns selber reflektieren, fällt manchen Leute schwer und an dieser Stelle muss die Meinung anderer über uns eingreifen und etwaiges Verhalten, welches nicht so freundlich war, ansprechen, damit die Person dieses Verhältnis minimiert, oder im besten Fall ablegt.
Aber ist diese Verhaltenskorrektur der einzige Grund, weshalb wir auf die Meinungen anderer angewiesen sind?
Gibt uns die Rückmeldung nicht auch eine Art von Lebensgefühl und von Etwas-Auslösen? Dadurch, dass wir Rückmeldung erhalten, wissen wir, dass wir da sind für die andere Person und dass sie sich mit uns auseinandersetzt. Somit liefert uns die Rückmeldung auch einen Existenzbeweis. Durch die Rückmeldung anderer wissen wir, dass wir da sind, dass wir leben und dass wir etwas bei anderen Personen auslösen.
Aus diesem Grund ist die Rückmeldung so ein wichtiges Instrument für die Beziehung zwischen Menschen. Denn je mehr man sich Gedanken über den anderen macht, desto mehr Gefühle hat man für ihn. Daher sollte man sich vielleicht manchmal schon darum Scheren, wer einem was und wie oft sagt, dann daraus könnte etwas wunderbares entstehen.

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6 Antworten zu Was denk ich über dich und wie wichtig ist dir das?

  1. apfelesserin schreibt:

    warum verlangt der mensch nach feedback? vielleicht, weil er sich bestätigung wünscht, für sein empfinden, denken und handeln. vielleicht, wiel er neues kennen lernen möchte. vielleicht, weil er etwas über seine aussenwirkung erfahren möchte.

    wer mit anderen in kontakt ist, bekommt immer rückmeldung. sei es direkt oder indirekt. es ist gleich, ob es der bäcker ist, der einem am morgen brötchen verkauft, die blumenfrau, der lehrer oder chef. alle geben rückmeldung. auch über schweigen. du weißt ja – man kann nicht nicht-kommunizieren.

    interessant ist doch, inwieweit diese rückmeldung für uns bedeutung hat. etwas positives ist häufig leichter anzunehmen (für die meisten), als etwas negatives. das positive nehmen wir. bei dem negativen zweifeln und zaudern wird. (manche auch bei dem positiven).

    mir ist schon öfter aufgefallen, dass negative rückmeldung oft mehr wirkung hat oder zeigt, als positive. das negative, das beschäftigt uns menschen …

    warum hat jemand das gesagt? was genau hat er gesagt? was bewirkt es in mir? was sagt es über mich aus? was sagt es über den anderen aus? welche rückmeldung gebe ich? was gebe ich überhaupt von mir?

    ich gebe dir nun noch mehr rückmeldung, als ich schon gab. interessantes thema. hast mich zum antworten gebracht.

    einen schönen tag dir!
    liebe grüße

  2. Mr. Winterschein schreibt:

    Moin liebe Apfelesserin,
    es ist sehr richtig was du so schreibst. Aber negative Rückmeldung löst bei uns so starke Wirkung aus, weil sie unser Selbstbild verrückt und wir damit erst einmal umgehen müssen.
    Ich denke, dass ich mir die Tage nochmal ein paar Gedanken darüber mache, was positive und negative Rückmeldung mit uns machen, danke für die Anregung.
    Schönen ersten Mai dir.
    Grüßli

    • apfelesserin schreibt:

      Lieber Mr. Winterschein,

      Du denkst negative Rückmeldung verrückt unser Selbstbild? Es kann tatsächlich so sein. Muss es aber nicht. Was mit „negativem“ Feedback möglich ist, ist ja ebenso anders herum möglich, oder? Reziprok?

      Wovon hängt ein Selbstbild ab? Wer „erschafft“ es und wie? Wie beweglich ist es? Wer oder was ist die „Instanz“, ob etwas das Selbstbild verändert oder nicht?

      Es ist nicht so leicht, dieses Thema, wie soll ich sagen? – sachgemäß zu beantworten. Es spielt sehr viel hinein, sehr vieles spielt eine Rolle inwieweit etwas berührt oder nicht. (Ich denke, es geht ums „berühren“ / „berührt-werden“). Wer ist der Sender? Wer der Empfänger? Wie ist die Bindung zwischen den Beiden? Besteht überhaupt eine?

      Ich lass Dir die Fragen mal hier.

      Lieben Gruß
      apfelesserin

      • Mr. Winterschein schreibt:

        Moin moin liebe apfelesserin,
        ich denke schon, dass negative Rückmeldungen dazu führen, dass unser Selbstbild verrückt wird. Es wird verschoeben und wenn es nur eine Nuance ist. denn schließlich kratzt soetwas doch mehr an unserem Selbstbild. Ich denke, dass posivitve Rückmeldung unser Selbstbild festigt. Denn schließlich bekommst du gesagt, dass dein Handeln gut war, dadurch festigt sich etwas.
        Dadurch kann man natürlich nicht oft gezeigtes Verhalten einer Person bestärken, wodurch dieses Verhalten öfters in den Mittelpunkt treten wird (positive Verstärkung). Dahingehend hast du sicherlich nicht unrecht.
        Wovon unsere Selbstbild abhängt ist eine gute Frage. Ich denke, dass es mit allem zu tun hat. Alles was uns jemals umgeben hat, hat uns auch beeinflusst. Und wenn es nur der Rasen war auf dem wir letzte Woche bei Sonnenschein gelegen haben. Er hinterlässt etwas. Die Instanz, die Änderungen an uns selber vornimmt, das sind doch primär wir selber und sekundär unsere Umwelt. Meiner Ansicht nach verändert sich das Selbstbild sekündlich, darüber wäre es sicherlich Wert mal einen ausführlicheren Artikel zu schreiben.
        Kann man dieses Thema überhaupt wirklich sachgemäß erfassen? Ist es nicht viel zu umfangreich, als das man das hier abhandeln könnte? Ist die Wissenschaft überhaupt weit genug das Thema vollständig zu klären? Ich glaube kaum.
        Ich denke, dass wir stets Sender und Empfänger sind, also quasi Senpfänger. Denn dadurch, dass wir etwas senden bekommen wird doch auch gleich etwas zurück, was sicherlich auch eine Spur, wenn auch eine kleine, in unserem Selbstbild zurück lässt.
        Danke für die Fragen.
        Liebste Grüße
        Mr. Winterschein

  3. D4x3 schreibt:

    schön zu sehen, dass meine überlegungen aus der mensa in deinem blog aufgegriffen werden 😉

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