Mittendrin und doch nicht dabei – Dritter Teil einer Geschichte, die erzählt werden sollte

„Du spürst das? Nicht wahr? Die anderen Leute merken dies schon viel früher, du scheinst mir bis jetzt der einzige Mensch zu sein, der das nicht direkt spürt.“ Sie sprach, ganze Sätze. Sie hatte eine Stimme! Eine schöne sogar.
Zwei Dinge an einem Tag, die ich beide nicht verstand, andererseits was sollte da zu verstehen sein? Sie sprach, jeder Mensch sprach, doch sie war nicht jeder Mensch. Sie war sie, eine Person. Nein, war sie wirklich einen Person? Sie war eine Gestalt(nicht abwertend gemeint), ginge sie an einem vorbei würde man sie nicht bemerken und wenn doch, dann hätte man sie schnell wieder vergessen.
„Was ist das?“ fragte ich und mir wurde kalt, eiskalt. Meine Hände fühlten sich ganz taub an.
Ich konnte mich auch nicht bewegen, es schien als wenn ich eingefroren sei.
„Das bin ICH. Das ist meine Person, so bin ich. Kalt. Jeder geht der Kälte aus dem Weg, also meiden mich alle Menschen.“ Nun war da noch ein Gefühl, ein Gefühl voller Einsamkeit und diese Einsamkeit nahm sich meiner an. Doch da war noch etwas, ein ganz ganz kleines Licht. Ich versuchte dieses Licht zu erreichen, doch es ging nicht. Genauso wenig, wie ich dieses Licht erreichen konnte, konnte ich mich auch in der Realität bewegen.
Doch war dies die Realität? Konnte ein Mensch durch eine bloße Berührung so etwas bei einem anderen Menschen auslösen?
Da es kein Traum war, musste es wohl so sein. Ein Mensch, mit einer so großen Ausstrahlung das er selbst die Menschen in seiner Umgebung beeinflusste.
Ich wollte, dass sie ihre Hände von mir nahm. Sie legte ihren Kopf auf meinen Rücken.
„Du bist so schön warm.“ Sagte sie. „Du bist der erste Mensch denn ich anfasse.“
Hat sie noch nie zuvor einen anderen Menschen berührt?
„Sonst sind immer alle vor mir geflüchtet. Meine Mutter ist eigentlich nicht gestorben. Sie ist vor mir geflohen.“ Eine Pause trat ein. „Es ist lange her, dass ich solch eine Wärme gespürt habe. Ich weiß das meine Mutter noch lebt, sie schreibt mir öfter, aber sie erträgt es nicht in meiner Nähe zu sein. Es sei ihr zu kalt bei mir, sagt sie und scheinbar hat sie auch recht. Es ist jedem zu kalt bei mir.“ Sagte sie und nahm ihren kopf von meinem Rücken und dann die Hände, sofort ging es mir besser, aber ich rief mir zuerst gute Erinnerungen in den Sinn. Dann wurde mir auch wärmer.
„Es tut mir Leid, das ich dir das angetan habe.“ Leben regte sich wieder in meinen Fingern.
„Ich weiß, dass ich damit Menschen sterben lassen kann. Aber ich möchte nicht das du oder sonst wer stirbt.“ Ich kam auch wieder richtig zu Sinnen.
„Aber du bist stark und kannst mich zumindest ertragen. Ich möchte nicht, dass es dir schlecht geht.“ Nun war ich wieder bei Sinnen.
„Was war das?“ fragte ich sie und drehte mich zu ihr um, Wut lag in meiner Stimme oder war es Furcht, wegen dem Unbekannten?
„Das? War ich? Es tut mir Leid.“ Sagte sie sichtlich verunsichert. Sie schlug die Hände vor der Brust, ihr Blick sank zu Boden.
„Ich…verstehe das nicht. Was bist du?“ Was war sie? Dumme frage, ein Mensch natürlich!
Doch nun war sie völlig eingeschüchtert. Sie sah irritiert zum Boden und zu mir, dann floh sie aus dem Zimmer.
Ich blieb dort, ging langsam zu Tür und schloss sie.
Ich befand mich irgendwie in Trance.

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