Seelenfrieden

Mein Seelenfrieden war ruiniert. Es lag in Trümmern. Trümmer so schwer wie der Mount Everest selbst und ich lag drunter. Gelähmt und antriebslos lag ich dort und meine Gedanken drehten sich nur um diese eine Sache. Mein Alltag war dadurch geprägt. Es war der erste Gedanke und der letzte am Tag und sogleich jeder andere auch. Konzentration war nicht vorhanden. An Arbeiten war nicht zu denken. Denn Denken konnte ich nur an das eine Eine.
Dann kam der Moment, wo ich es sagte, wo ich alles von mir ließ. Jeder einzelne Gedanke zu dieser Sache ließ ich in diesem Augenblick von mir und es war mir, als wenn der Mount Everest über mit abgetragen wurde. Mit jedem Wort, das ich sagte, wurde mir leichter. Mit jeder Silbe, die meinen Mund verließ, fühlte ich mich freier! Vogelfrei! Reaktion war nicht gegeben, aber das war in Ordnung. Meine Seelenfrieden war wieder gegeben.
Doch dann, später, erst ein Sandkorn, gefolgt von einer Lawine aus Geröll und Schnee prasselte wieder auf mich nieder und ich lag wieder drunter. Unbeweglich und starr liege ich dort und denke, denke über das Eine nach.
Könnte bitte jemand vorbeikommen und mich rausziehen?

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4 Antworten zu Seelenfrieden

  1. Alex schreibt:

    Ich will ja nichts sagen, aber Vogelfrei passt absolut nicht zu dem was du da schreibst.

  2. apfelesserin schreibt:

    Ich verstehe nicht so genau was los ist. Hast du dich in jemanden verliebt, der vergeben ist?

    • Mr. Winterschein schreibt:

      Ich habe mich nicht in jemanden verliebt. Ich schreibe hier gerade über Gefühle, die so in meiner Erinnerung sind. Kennst du es nicht, dass es manchmal Gedanken gibt, die dich nicht loslassen und dann sprichst du sie aus und dann geht es dir erstmal besser und dann kommt irgendwie eine Kleinigkeit und Zack ist wieder alles da? Mir geht es manchmal so. Nun frage ich mich aber, ob ich dann wirklich alles gesagt habe.

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