Wir wollen die Wahrheit

Wie oft sagen wir, dass wir immer ehrlich sind und die Wahrheit sagen? Wie oft appellieren wir an unsere Nächsten ehrlich und offen mit uns umzugehen?
Gut, ich pflege die Devise, dass man immer frei von Leber reden sollte. Man sollte einfach seine Meinung sagen und damit die Wahrheit, die sie zumindest für einen selbst ist, aussprechen. Und genau an dieser Stelle haben wir in unserer Gesellschaft ein Problem. Wir verkrafte doch zu oft die Wahrheit nicht! Die Wahrheit ist knallhart und unerbitterlich. Wahrheit ist doch etwas, womit wir nicht unbedingt umgehen können, doch verlangt es uns danach. Paradox wie mir scheint. Wir wollen etwas, womit wir nicht umzugehen wissen. Aber wir wollen nicht nur etwas, womit wir nicht umzugehen wissen. Wir verlangen dem Gegenüber damit auch einiges ab. Wir verlangen, dass er seine Meinung, seine wahre Wahrnehmung mit uns teilt und wenn er dies macht, sind wir böse auf ihn. Wir sind böse, weil er uns etwas sagt, dass wahr ist, zu oft wissen wir dies ja selber auch, aber was wir nicht hören wollten. Die Wahrheit entspricht oft der unliebsamen Realität, die wir nicht einfach wegreden können. Wie oft reden sich Leute ein, dass sie besonders intelligent sind. Sie bilden sich einen darauf ein und denke von sich, dass sie die größten sind. Doch dann kommt jemand daher und zeigt ihnen die unangenehme Wahrheit auf. Sie sind nicht so gebildet, wie sie meinen. Dies kratzt an deren Ego und weiterhin schafft es auch Neid. Dies nur als kleines Beispiel. Dies steht aber in einem engen Zusammenhang mit dem Selbstbild und dem Bild das andere von einem haben, zu diesem sagte der englische Schriftsteller Aldous Huxley: „Es ist durchaus nicht dasselbe, die Wahrheit über sich zu wissen oder sie von anderen hören zu müssen.“ Keiner wird vermutlich eine Selbsteinschätzung abgeben können, die sich mit der Aussagen der anderen deckt. Und dieses kann einen verletzenden Charakter bekommen, der aber manchmal nicht schaden kann. Denn dadurch denken wir über uns nach. Die Wahrheit ist also etwas, was viel anrichten kann. Gesehen an diesem Beispiel kann man feststellen, dass sie einen destruktiven Charakter hat. Denn sie kann Freundschaften entzweien, aber sie kann auch konstruktiven Charakter aufweisen. Sie kann auch dazu führen, dass wir uns selbst überdenken und somot vielleicht Freundschaften eine Zukunft bekommen, wo zuvor keine war.
Aber man sieht, dass die Wahrheit ein zweischneidiges Schwert ist, welches man nicht immer zu führen weiß und auch nicht immer parieren kann. Wie oft unterliegt die Wahrheit allerdings der Realität? Man muss noch zwischen subjektvie und objektive Wahrheit unterscheiden. Was dem Ganzen einen neuen Aspekt verleiht.

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Eine Antwort zu Wir wollen die Wahrheit

  1. apfelesserin schreibt:

    wahrheit ist ein interessantes thema. auch eines meiner liebsten. unterscheidest du meinung von wahrheit?
    es gibt viele arten, in und auf diese welt zu sehen. menschen zu sehen. konflikte zu lösen und sich selbst, die welt, die liebe und die dinge zu ergründen. ich finde das hoch interessant und ebenso sehr interessant, sich darüber auszutauschen.

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