Der Schelm

Belogen und betrogen hat er mich,
der Schelm.
Geladen in mein Haus wart er,
dass er darbieten seine Kunst.
Uns bespaßen sollte er.
Freudig Stimmung solltet er verbreiten.
Mit Trick und Witz so waret es erdacht,
dass er sollen uns die Zeit vertreiben.
Doch vertrieben hat er nur eins,
meine Lieb.
Sie ist gegangen.
In seine Arme.
Ist erlegen seinem Charme.
Doch wehe ihm
sollt ich es schaffen
ihn zu kriegen,
diesen Gauner.
So werde ich ihm Witz bereiten.
Ein Lächeln
von Ohr zu Ohr soll ihn geleiten
und hächeln
so ihn die Hunde treiben,
in den Tod.
Und die holde Maid,
dies arme Ding.
Verfallen ist sie der Kunst.
Ist erlegen seiner Brunst.
Doch Schuld soll dies ihre nicht sein.
Jung und dumm sie ist.
So naiv sie ist.
So unschuldig.
So rein,
doch dieses ist sie nicht mehr.
Befleckt wurde sie.
Von diesem Gaukler.
Gewagt hat er es,
sich zu vergreifen an der holden.
Doch auch sie muss sterben.
Hat verraten mich.
Gegangen zu diesem Pack,
sie ist.
Ob sie sich noch immer belustigt,
an ihrem Schelm,
wenn sie gewahrt sein Schiksal,
welches ihres auch sein wird.
Wohl kaum.
So will ich beiden,
eine letzte Freude machen.
Sie sollen sehen,
wie breit ein Lächeln sein kann,
wenn man hilft nach.

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