Ade, alter Freund

Lange kennen wir uns schon. Haben viel miteinander durchgemacht. Haben zusammen gesessen, Minuten, Stunden, Tage und es wurde nicht langweilig.
Zu anfang verstanden wir uns nicht oder war es bloß ich, der dich nicht verstand. Vielleicht habe ich dich missverstanden, habe deine Zeichen nicht recht gedeutet und sie falsch ausgelegt.
Doch dann kam der Tag, an dem ich dich verstand. Dich und deine Art.
So kam es, wie es kommen musste. Wir verstanden uns. Du erzähltest mir von deinen Geheimnissen und schlugst damit neue Kapitel in mir auf, die mehr Wissen bereiteten. Ich lernte von dir und du hattest meine Freude daran. Die Freude, die ich nur mit dir haben konnte. Denn du bist einmalig. Auch auf harten Wegen hast du zu mir gehalten, bist die steinigsten Pfade mit mir entlang gegangen, um dann zu sehen, dass es sich lohnt.
Doch dann kam die Zeit, wo ich dir nicht so recht folgen konnte, wo du zu schnell für mich warst oder ich zu langsam für dich? Du warst schwierig und anstrengend, hast mich Nerven und Geduld gekostet. Bis in die Nacht hinein saß ich, um zu verstehen, was in dir vorging. Manch ein Moment ließ ein Lichtlein über meinem Kopf erleuchten und ich dachte zu verstehen, was du mir sagen wolltest. Und peu à peu, so dachte ich, kam ich dir näher. Hatte eine Ahnung von der Form entwickelt, die du nun angenommen hattest. Ich nähert mich dir und du warst freudiger Erwartung, dass ich dich nun wieder erreichen konnte.
Wir diskutierten viel um das, was dich veränderte und was mich nun auch verändert hatte. Wir sprachen über die Veränderung, die mich wegen deiner zu dem machten, der ich nun bin. Du nahmst mich auf in diesen deinen Klub und ich machte Freunde. Freunde, die deine sind.
Doch dann kam die Sekunde, in der du gingst. Du gingst. In wenigen Sekunden warst du verschwunden. Es hatte sich zwar angedeutet, aber wahr haben wollte ich es nicht.
In weiter Ferne warst du gerückt und liest mich zurück. Nackt und ahnungslos stand ich da und wusste nicht wohin, wusste nicht warum, wusste nur, dass es weitergehen würde.
Du hattest mir gezeigt stark zu sein. Du hattest mir gezeigt meinen Kopf zu benutzen. Du hattest mir gezeigt, was das Leben bereit hält. Du hattest mir Geduld gezeigt.
Und so habe ich Geduld, dass du wiederkommst. Morgen und Übermorgen wird es nicht sein, aber in einigen Jahren besteht die Möglichkeit, vielleicht.
Ich freue mich schon auf diesen Tag.
Bis dahin
Ade, mein guter alter Freund.

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