Erlebt und verändert

Es ist schon äußerst interessant wie so manche Ereignisse einen verändern, ob nun zum guten oder weniger guten sei mal dahingestellt.
Dass einem jedes Ereignis in irgendeiner Weise beeinflusst und daher auch mehr oder minder prägt, habe ich bereits thematisiert.
Was ist nun aber wenn dieses Ereignis kein kleines Etwas ist, sondern ein großer Einschnitt im Leben. Eine Veränderung, die nicht einfach so alltäglich ist, die einem nicht jeden Tag widerfährt.
Beispielsweise ein Umzug in eine andere Stadt oder der Verlust eines Menschen.
Man setzt sich neue andere Ziele, aber ist das von Nöten? Kann man nicht einfach so weiter leben? Man möchte etwas anders machen, aber wieso? Will man damit vielleicht Lücken schließen?
Man zieht um, in eine andere Stadt. Zuvor hatte man seinen Sportverein, den man ab sofort nicht mehr besuchen kann. Man nimmt sich vor nun regelmäßiger zu putzen. Warum macht man das? Man macht es doch nur, um eine Lücke zu schließen. Eine Lücke, die die Zukunft aufwirft.
In unserer Zukunft wird es immer wieder Lücken geben, vor Allem die Lücken, die geliebte Menschen hinterlassen, wenn sie uns verlassen, aber wieso suchen wir für diese einen Lückenfüller?
Wir wollen das Loch stopfen, damit wir in den Momenten, die wir mit dieser Person verbracht hätten, nicht an diese denken müssen, damit uns der Schmerz des Verlusts nicht überkommt. Aber wäre es nicht vielleicht besser, mal stehen zu bleiben, statt wegzulaufen? Sich mal mit diesem Schmerz auseinander zu setzen, statt ihn zu fürchten? Vermutlich ist die Angst vor dem Schmerz größer, als das aushalten dieses.
Also sollte man sich vielleicht seinen Ängsten stellen, damit man weniger leidet und um den Verlust zu spüren, denn dadurch wissen wir erst, was wir an diesem Menschen hatten und können uns die Zeit mit ihm bewusst machen, denn schließlich soll das doch nicht in Vergessenheit geraten.

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2 Antworten zu Erlebt und verändert

  1. freudefinder schreibt:

    LIeber Mr. Winterschein,

    ja, auf jeden Fall sollte man nichts wegwischen, wegleben, weglaufen wollen, ich glaube auch, dass die Angst vor etwas immer größer ist als es tatsächlich zu leben. Ja, ich denke Verlust ist auch eine solche Phase, wo so viele vorher nicht gekannte Gedanken zugelassen werden wollen. Diese „Was wäre wenn….“ scheinen vordergründig nicht viel zu bringen aber zeigen doch auch auf, was man in Zukunft anders machen will, auch wenn man etwas hilflos da steht. Für mich gibt es nicht „Fehler“ im Leben sondern alles gehört dazu ist so wie es war richtig und eine Lernerfahrung, die etwas mit mir macht, ob ich will oder nicht. und das ist auch gut so. So formen wir uns…… das Leben uns immer weiter ….. wachsen

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