Gefangen

Gefangen bin ich.
In einem Käfig,
welchen ich mir selber gegeben habe.
Gegeben durch die Kleidung,
die ich trage.
Durch das Leben in der Stadt,
die ich mir wählte.
Gefangen,
weil ich mir Regel vorsetze.
Regel, die mich binden.
Entstanden aus Moral.
Moral,
die die Gefangenen sich geben,
um frei zu sein.

Moral,
welche mich davon abhält zu morden
und das Leben anderer zu schätzen.
So schufen sich Regeln,
um zu hindern Leid zu verrichten
und Recht zu sprechen.
Dieses wiederum gibt mir
die Option zu Leben,
wo ich will,
zu tragen meine Kleidung
und in meinem Käfig glücklich zu sein.
In der Gewissheit,
es selbst gewählt zu haben
und es ändern zu können.

Dieser Beitrag wurde unter Gedicht, Gefühl, Gesellschaft, Mensch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Gefangen

  1. Sherry schreibt:

    Das ist ein tolles Gedicht, Mr. Winterschein. Vor allem die letzten Zeilen. Mir geben sie noch einmal ein Gefühl des Eingeengtseins und lassen die Illusion der Freiheit in sich zusammenfallen wie Staub.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s