Angst vor dem Leben

Gestern wurde ich mit der Angst vor dem Leben konfrontiert. Ich fragte mich, was dies bedeuten kann und kam zu dem Schluss, dass man vor dem Leben als solches keine Angst haben kann.
Es ist vielmehr das Leben, welches man sich selber gibt, vor dem man Furcht haben kann, denn das Leben leben wir selber mit all unseren Entscheidungen, die wir treffen. Wir haben also angst vor unseren Entscheidungen.
Aber wieso fürchten wir uns vor den eigenen Entscheidungen? Trauen wir uns selber nicht, dass wir für uns schon das richtige entscheiden können? Sind wir uns selbst hilflos ausgesetzt?Ich denke kaum, dass man sich selber holflos ausgesetzt ist. Die große Kunst der Reflexion sollte einen in die Lage versetzen, über die eigenen Entscheidungen nachzudenken, ihnen unter Umständen auch eine Absage zu erteilen. Was ist nun aber, wenn auch die Korrektur, welches ebenfalls eine Entscheidung ist, mich falsch leitet. Ich also selber nicht mehr in der Lage bin Entscheidungen für mich selbst zu treffen, da ich es wohlmöglich verlernt habe, mir selbst so zu helfen, dass ich es mir besser geht. Oder anders ausgesdrückt, was ist wenn ich wohlmöglich nie die Fähigkeit hatte für mich selbst zu entscheiden?
Zwei Möglichkeit sind da, zumindest nach meiner Sicht der Dinge.
Die erstere führt dazu, dass ich Zeit meiner Lebens immer wieder die falschen Entscheidungen treffen. Mir selbst nichts Gutes tun kann und dann wohl oder übel langsam dahinsieche.
Nummer zwei ist da schon besser, wenn man denn dazu in der Lage ist. Mein fragt Freunde, Familie oder Fachleute, was sie von den eigenen Entscheidungen halten. Man lässt sich helfen. Aber auch hierbei ist darauf zu achten, dass die Mitmenschen es gut mit einem meinen und nicht durch die Beeinflussung einer anderen Person Vorteile erhaschen wollen.
Ich denke, dass zu erkenne ist, dass das Leben nicht leicht ist, man aber nicht angst davor haben muss, solange man sich zu helfen weiß oder sich helfen lässt, denn die größte Schwäche des Menschen ist seine eigenen Unzulänglichkeiten einzugestehen und sich dabei helfen zu lassen und dies zeugt von großer Stärke.

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2 Antworten zu Angst vor dem Leben

  1. Ivea schreibt:

    Das Leben zu leben, ist ein zweischneidiges Schwert. Man wird niemanden finden, der rechtens behaupten kann, in seinem Leben nie Angst verspürt zu haben. Angst ist etwas sehr wichtiges und darüber hinaus auch etwas sehr Natürliches. Angst vor fahrenden Zügen wird dein Leben verlängern, Angst vor dem Tod ist immer auch Angst vor dem Unbekannten. Das ist alles im Rahmen und in Ordnung.
    Wenn man bei allen Entscheidungen die Meinung der anderen zurate zieht, so läuft man Gefahr, dass andere Menschen dein Leben leben. Wer darin Erfüllung findet, findet darin auch Stärke.
    Es gibt nicht DEN WEG, den du im Leben gehen musst.
    Man sollte sich Gedanken machen, was einem wichtig ist, Prioritäten setzen und letztendlich (möglichst) nichts Unüberlegtes tun/sagen.
    Die Gesellschaft lebt vom gegenseitigen Respekt, niemand sollte unnötig verletzt werden. Behalte ich dies im Hinterkopf, ist es für mich einfach, ein Leben zu führen, indem ich meine Werte vertreten kann und gleichzeitig von meinen Mitmenschen für mein Verhalten geschätzt zu werden.
    Jeder Mensch hat Ängste, doch wenn du weißt, wovor du Angst hast, kannst du dich anders verhalten, um mit diesen Ängsten umzugehen. Wenn du vor allen Entscheidungen Angst hast, solltest du dich fragen, wohin du gehen möchtest. Ein weiser Mann sagte einmal „Wenn du jemanden brauchst, dem du vertrauen kannst, vertrau‘ dir selbst.“
    Das ist auf den ersten Blick lächerlich, doch resultiert daraus der Grundstein einer Persönlichkeit: Sich selbst zu vertrauen bedeutet weitaus mehr, als egoistisch zu sein, es bedeutet ‚Selbstvertrauen‘.
    In erster Linie musst du mit deinen Entscheidungen zufrieden sein, nicht andere. Respektiert man dabei die Freiheiten, Rechte und Persönlichkeiten der Mitmenschen, mit denen man das Leben teilt, so werden es in der Regel die richtigen sein.

  2. freudefinder schreibt:

    ich meine auch, dies so klar zu erkennen ist Stärke, nicht Schwäche.

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