Am Fenster

Ich sitze hier und lausche der Musik. Sie fällt sanft wie die Blätter herab und bläht sich dann zu einem gewaltigen Wirbelsturm empor und zieht mich mit und all das hier an meinem Schreibtisch. Ich lasse mich tragen und so umschließen mich die Tönen. Sie heben mich empor und involvieren mich. Ihre Noten verleihen mir Federn und die Töne die Kraft zu fliegen. Ich setze mich ab, von dem gebilder der Schwerkraft, welche zuvor noch meine Ketten waren und der Klang der Flöte lässt mich über die gelben Blätter des herbstlichen Waldes gleiten. Mitsamt der Trommelschläge steige ich hoch und noch höher, bis ich die Wolken erreiche. Ich tauche in ihnen ein und spühre die Klänge des Klaviers auf meinen Flügeln. Ein zärtlicher Geigenstreich lässt meinen Flügel anliegen und ich stürtze kopfüber in die Tiefe. Ich höre den Chor näher kommen, wie er um mein Befinden singt. Im freien Fall fühle ich mich so frei, wie das trillern der Rasseln, welche durch pure Bewegung in Vibration ausarten. Die Landschaft kommt mir entgegen und da setze ich den Einsatz, wie die Gitarre, welche nur auf ihr Erwachen gewartet hat. Ich schlage die Augen auf und sitze an meinem Schreibtisch und durch das Fenster blicke ich hinaus.

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3 Antworten zu Am Fenster

  1. Kiira schreibt:

    Wow, ich bin geflogen!

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