Passt nicht mehr

Wie spontan es sich verflüchtigt hat. Wie ein Gas. Es ist weg. Hat sich auf eine Reise in meine Vergangenheit gemacht, wo es als Erinnerung bleibt, aber sich nicht mehr in meiner Gegenwart manifestiert. Dieses Gefühl von übertriebener Zuneigung, die mich beschäftigte. Von mir Besitz ergriff in Momenten des Wachseins und des Schlafes. Wie eine Last ist es von mir gefallen. Eine Last, die ich doch eigentlich lange nicht mehr tragen wollte, aber sie mir doch stets hinterher kam, da sie an mir gekettet war. Ich zog sie hinter mir her, ohne es zu wollen. Und wenn ich nicht hinsah, kam es sogar von selbst ein wenig näher. Doch dies ist nun vorbei. Sorgfältig ist es nun gefaltet und hängt, wie ein Anzug, im Schrank. Eingetütet, damit ihm der Zahn der Zeit nichts anhaben kann. Anziehen werde ich ihn wohl kaum. Dafür steht er mir einfach nicht mehr. Ich bin gewachsen, wieder mal und so muss ich mir eine neuen Anzug suchen. Einen Anzug, der mir passt und der mir gefällt. Ich halte ausschau, aber gegenwärtig brauche ich keinen, bin soweit sehr zufrieden und kann auch gut ohne feine Bekleidung leben. Denn schließlich muss der Anlass auch gegeben sein und diesen sehe ich noch in weiter ferne. Und so streife ich durch die Lande mit meiner Konfortkleidung, die mir gleichzeitg keine Last bedeutet.

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