Eine lange Reise

Ich habe in den letzten Monaten eine lange Reise hinter mir gebracht, welches mich weit gebracht hat. Gefühlt bin ich zum Mittelpunkt der Welt gereist und von dort wiedergekehrt. Dies aber nicht ohne mich zu verändern. Oder habe nicht ich mich verändert, sondern die Welt um mich herum. Dort unten war es so anders. Pflanzen und Tiere, die ich nicht kenne. Sie haben mich ins Staunen gebracht und mir zugleich das Fürchten gelehrt, aber anstatt in diesen Extremen zu verharren habe ich mich in die Mitte geben, von wo aus ich alles gut im Blick habe. Dort, in diesem Dreh und Angel Punkt, sehe ich alles, werde ich von allem erreicht und kann allem frei zuwenden, ohne befürchten zu müssen, dass jemanden oder etwas zu vernachlässigen.

Und dmait man sich nun etwas darunter vorstellen mag, werde ich nun etwas genauer. Ich habe meine Klausuren und das halbe Dutzend Hausarbeiten hinter mich gebracht, ob erfolgreich oder nicht, muss sich noch rausstellen. Während dieser Arbeitsphase habe ich viel mit mir kämpfen müssen, um einen vernünftigen Arbeitsrythmus zu finden, diesen habe ich nun für mich entdeckt und ich denke, dass ich damit dann gleich kommende Woche einsteigen werde, wenn das nächste Semester beginnen wird.

Parallel zu diesem universitären Selbstfindungsprozess muss ich in der Tat mich selbst erst mal finden. Ich hatte das Gefühl, dass ich mir selbst nicht mehr besonders nah war und auch stets neben mir stand. Ich habe mich dann wieder mal auf einige Dinge berufen, die mir früher halt gaben und die ich dann aber verlor. Ich habe mich wieder etwas mehr mit dem Buddhismus auseinander gesetzt und spürte schon recht bald eine Besserung meiner selbst. Ich habe dadurch wieder u mir selbst gefunden und zu meiner Umwelt, in der ich, wie ich dann feststellen musste, auch nicht mehr so recht beheimatet war. Falls nun Jemand denken sollte, dass ich mich als Buddhisten bezeichnen würde, dann muss ich ihn leider enttäuschen. Dies kann und werde ich nicht von mir behaupten. Ich kann sagen, dass das buddhistische Denken und Handeln einen sehr positiven ja sogar heilsamen Effekt auf mich hat, aber ich hege trotzdem keinen tiefen Glauben darin. Dennoch versuche ich mir jeden Tag die Zeit zu nehmen zu meditieren. Dies mache ich selbstreden ganz klassisch. Ich setze mich auf den Boden, schließe die Augen und lasse meine Umwelt und meine Gedanken um mich herum kreisen. Ich schenken allem Beachtung und versuche sie zu ergründen, bis sie zum Stillstand kommen und der See in mir wie an einem frischen Sommermorgen ruhig dar liegt.

Dann bin ich, auch durch die Hilfe der Meditation, die mich ein wenig besser meinen Körper verstehen lässt, aktiver dabei meine Knie wieder fit zu bekommen. Mein Arzt ist nämlich der Auffassung, nachdem er nun wohl alles andere ausgeschlossen hat, dass ich ein beidseitiges Patella-Spitzen-Syndrom habe. Entweder hat er damit Recht und diese Kasseler Patellar-Sehnenbandage, die ich nun tagtäglich trage hilft oder meine Übungen, die ich an den Tagen mache, wo ich nicht zum Badminton gehe, helfen. Genau genommen ist es mir sogar egal was davon hilft. Hauptsache ist, dass ich beim Badminton spielen keine Schmerzen mehr habe. Und das liebe Badminton-Spielen ist eine super Ausgleich zu den Stunden in der Bibliothek. In der Halle kann ich mich so richtig verausgaben und nun, wo meine Knie auch wieder mitspielen, habe ich wieder Muskelkater. Dies ist wirklich ein wundervolles Gefühl. Vorher konnte ich mich nicht bewegen, weil mir die Knie wirklich nur schmerzten, nun kann ich mich nicht mehr bewegen, weil ich mir überanstrengt habe, diesen Unterschied zu spüren ist einfach wundervoll.
Ich bin zurzeit wirklich sehr glücklich mit meinem Leben. In der Uni läuft es nach einen starken Tief nun wieder recht gut. Ich bin richtig „fired up“! Ich nehme mir zurzeit auch viel Literatur zur Hand, die ich nicht lesen muss, aber möchte. Dabei geht es größtenteils um pädagogische und lern-psychologische Werke, die mir also auch etwas für meinen späteren Beruf bringen werden und ich habe dadurch wirklich das Gefühl etwas zu lernen. Ich lernen so Dinge, die mir während meines Studiums gar nicht oder nur unzureichend gegeben werden, die ich aber für meinen Beruf später gebrauchen werde.

Einen kleinen dunklen Fleck gibt es da aber leider immer noch in mir, den ich gerne mit viel Wärme und vor Allem Liebe ausfüllen würde. Mir fehlt immer noch jemand mit dem ich dieses Leben teilen kann, aber über diese wundervolle Person werde ich sicherlich auch ganz bald stolpern.
Ich wünsche euch allen einen wundervollen Tag und das ihr ihn genießen werdet, denn selbst ein trister Tag, ist ein Tag, den man mit seinen Lieben genießen kann.

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3 Antworten zu Eine lange Reise

  1. rausundlos schreibt:

    Das klingt alles ziemlich gut, so als hättest du ein bisschen mehr zu dir selbst gefunden. Danach strebt doch jeder und ich wünsche dir, dass dein Zustand so bleibt und du diese Energie und Freude gut nutzen kannst! =)

  2. Kiira schreibt:

    Lieber Mr. W🙂
    Mich freut es so zu hören, dass es dir gut geht, dass du glücklich bist, dass du deine Balance wieder gefunden hast,.. . Und jetzt, wo du dir selbst ganz nah bist, bin ich mir sicher, dass du auch die Fähigkeit und die Chance haben wirst, einer anderen Person ganz nah zu kommen.

    Liebe Grüße, Kiira

    • Mr. Winterschein schreibt:

      Moin Kiira,
      danke für deine Worte^^. Ich hoffe doch auch sehr, doch zur Zeit bin ich nur einer Klausur sehr nahe und das würde ich zur Zeit lieber ändern^^, aber das wird schon.
      Liebe Grüße^^

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