Seinen Weg finden

Manchmal ist es so, dass man einfach da steht und überfordert ist. Man weiß nicht vor oder zurück und hat keine Ahnung, wohin es als nächstes gehen soll. Mitunter ist es sogar so, dass man nicht mal weiß, ob es überhaupt weitergehen kann, da Etwas massiv schwerwiegenden geschehen ist. Sehr oft neigt man dann zu eine von beiden Möglichkeiten, welche da wären, die eigene Isolation von seinen Mitmenschen, wodurch man versuchen möchte die Sache mit sich selbst auszubrüten oder man spricht mit Bekannten darüber, versucht sich Input zu holen der einen weiterbringen möge. Doch im zweiten Fall sind es Empfehlungen, die einen Weg beschreiben, den ein andere Mensch einschlagen würde, der sich vielleicht in die Situation hineinversetzen kann, sie aber niemals vollkommen gleich empfinden wird. Und genau an dieser Stelle kommt ein Problem hervor. Geht man nun einen der Wege, die unsere Ratgeber uns geben, dann nehmen wir etwas ein, was nicht hundertprozentig zu unseren Gefühlen und unserer gegenwärtigen Beschaffenheit passt. Es stellt zumeist nur eine Notlösung. Oder ist es eher der Notausgang, den wir versuchen da zu nehmen, weil wir einfach so sehr überfordert sind mit dieser Situation, dass uns nichts Besseres einfällt. Wäre nicht der Schritt zurück, weg von den Beratern ratsam? Einfach nochmal einen Schritt zurückgehen auf dem Weg, den man bisher gekommen ist und sich selbst fragen, was man für das beste hält? Und ist dies vielleicht ähnlich zu dem was einem die anderen Raten? Kann man für sich eine Lösung finden? Kann man für sich eine Route ausmachen, die sich als lohnenswert herausstellen könnte? Gibt es denn bitte schön die Lösung? Gibt es denn bitte schön den Weg? Ich glaube kaum! Lösungsweg oder auch Weglösungen gibt es zu Hauf. Man muss sich nur die seinige raussuchen und sie voller Tatendrang beschreiten. Nicht zweifeln seiner Schritt halber und dann kommt wieder der Moment, wo ich meines Weges gehe und auf die Gabelungen treffen. Das Wetter ist schön. Die Sonne scheint und die Wolken am Himmel zeigen sich heute nicht. Unter mir der sandige Grund des Weges. Ich bin gepackt mit Jutesack und Wanderpack. Um mich die Schönheit des Lebens. Die Vögel schwitzen im Wald und in den Tiefen der Meere tummeln sich die Kreaturen von dessen Existenz so niemand weiß. Doch ich Laufe meines Weges. Gabelungen müssen nicht bedeuten, dass man sich von alten Pfaden abwände. Man verlässt sie nur für eine Zeit und die Möglichkeit besteht, dass man mal wieder auf sie trifft. Drei Schilder. Drei Wege. Drei Meinungen. Ich blicke sie an. Sie wirken alt und weise. Sie scheinen Ahnung zu haben von den ihren Dingen, die ich nicht kenne. Doch keiner macht auf mich den Anschein, als hätte er den meinen Weg. Und so schlage ich mich durch den dichten Wald. Verlasse den mir bekannten Pfad, vielleicht treffen wir mal wieder auf einander und sehen uns wieder, doch nun muss ich einen anderen Weg einschlagen, der nur für mich bestimmt ist, weil er zu mir passt.

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