Deine Augen

In deinen Augen könnte ich mir mich verlieren. Manchmal wirken sie wie ein Wald mit seinen braunen Baumstämmen, welche die Stärke und Weisheit der Ewigkeit haben. Stärke und Weisheit, welche ihnen niemand nimmt, gleichzeitig aber auch die Spuren, welche diese Zeit an ihnen hinterlassen hat. Ich schlendere zwischen ihnen hindurch. Berühre ihre Borke. Sehe die Risse, welche sie tragen. Ich fühle die Kerben, wenn meine Finger so über sie gleiten, habe ich das Gefühl, dass sie mir Geschichten erzählen. Geschichten von einer Zeit, als ich sie noch nicht kannte. Ich lauschen ihrem Flüstern. Höre mir an, was sie zu sagen haben und nehme den Duft der Erinnerung in mir auf, in der Hoffnung ihn nie zu vergessen. Vergessen werde ich auch nie was sie mir zeigten. Verletzungen, welche so tief und beständig sind, dass sie sie nur mit Mühe zu bewältigen sind. An diesen Stellen verharre ich besonders. Lauschen dem Wispern und werde mit meiner eigenen Hilflosigkeit bewusst. Nur die Flucht in eine Umarmung vermag mich zu retten.

Blicke ich erneut in deine Augen, ergibt sich mir ein vollkommen anderes Bild. Ich sehe in ihnen die Wärme und Liebe, welche du mir entgegenbringst. Eine Wärme, welche in mir ein wohlig schönes Gefühl hinterlässt. Ein Kribbeln direkt im Bauch unterhalb der letzten Rippen, leicht links. Lege ich meinen Hände darauf, so habe ich das Gefühl die Wärme zu spüren, welche sich dort ansammelt und das nur bei einem Blick in deine Augen. Die Gefühle, welche mich so durchstreifen, erscheinen mir wir ein nie enden wollenden Strom voller Freude, der sich durch meinen Körper zieht. Schließe ich die Augen, so habe ich das Gefühl, dass dieser Fluss in mir dafür sorgt, dass Leben in meiner Person freigesetzt wird. Ein Leben, welches ich mit dir teilen möchte.

Öffne ich nun wieder die Augen, sind die deinen erneut vor mir. Manchmal, wenn ich sie so erblicke, habe ich das Gefühl als hätten sie eine Mimik. Würden mich anlächeln, wenn ich Blödsinn mache, aber auch genervt anblicken, wenn ich dich wieder und wieder nach deinem Wohlbefinden befrage. Dein Erstaunen in den Augen, wenn ich dir davon berichte, wie ich dich sehe, aber auch dein Wissen, darüber, wenn es mir schlecht geht. Dies alles in einem Blick mit deinen Augen.

Dann geschieht es von Zeit zu Zeit, dass ich mich in der Schwärze deiner Augen verliere. Ich werde hineingezogen ins Dunkel, wie das Licht in ein schwarzes Loch und so treibe ich umher im Nichts. So denke ich zumindest. Weiß nicht, was du denkst oder fühlst. Habe ich keine Vorstellung von deinen Ideen oder Verwirrungen. Doch dann sehe ich sie nach und nach aufflackern. Wie kleine Sterne am Firmament erleuchten sie. Deine Träume und Wünsche, Gedanken und Ideen, Ängste und Gefühle und ich habe das unstillbare Bedürfnis sie alle auf einmal zu entdecken. Jedoch stelle ich fest, dass ist so viel ist, dass ich das wohl nicht schaffen kann, aber das soll mich nicht davon abhalten. Allerdings möchte ich nicht in deinen Geist eindringen und mir alles mit Gewalt und Jetzt nehmen. So öffne ich die Augen und blicke in die deinen und lasse mir alles von dir berichten, nach und nach und alles zu seiner Zeit, wenn du und ich dafür bereit sind und zwar in einer Art und Weise, dass wir uns in die die Augen blicken können.

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