Gefühle und Verstand

Man sagte mir letztens, dass ich doch mehr meinen Gefühle folgen soll und meinen Verstand ausblenden sollte. Ich habe es getan und bin damit deutlich auf die Nase gefallen. Ist das nun ein Grund für mich, dies nicht mehr zu machen? Ist dies nun ein Grund für mich alles wieder logisch, mit Sinn und Verstand zu betrachten und meinen Gefühlen eine Absage zu erteilen, wenn sie meinen sich einmischen zu müssen?
Ich bin ehrlich, ich weiß es nicht. Ich habe (mal wieder) damit schlechte Erfahrungen gemacht. Erfahrungen, auf die ich durchaus verzichten könnte, denn sie schmerzen ungemein. Verzehren mich von innen und lassen mir kaum Luft zum Atmen, aber darum soll es hier nicht gehen. Ich habe auf Gefühle gehört, die mir sagten, dass es die richtige Person ist, dass ich sie halten möchte, küsse möchte und ihren Worten lauschen will, bis in die Morgenstunden. Ich bin diesen Gefühlen gefolgt, habe meinen Verstand, der mir sagte, dass das vermutlich keine gute Idee sei, da es da einige Probleme gibt, welche alles mit einem Handstreich zunichte machen können, beiseite geschoben. Man sagte mir in diesem Moment des Zweifelns, dass ich mehr auf meine Gefühle hören sollte. Und weil ich mit dieser Person sein wollte, bin ich diesem Rat gefolgt. Eine für mich folgenschwere Entscheidung.
Nun stehe ich erneut an einem Punkt, an dem ich allein bin. Ohne diesen wundervollen Menschen, was mich traurig stimmt, aber nun gibt es defintiv kein Zurück mehr. Sie ist gegangen. Hier helfen mir weder meine Gefühle, die sich nach ihr verzehren, noch mein Verstand, der mir sagt, dass er es schon vorher wusste. Einzig die Leere in meiner Brust und dieser Knoten in meiner Kehlen bleiben zurück. Andenken an eine Zeit, die schön war. Aber auch das macht es schwierig.
Doch was mache ich nun damit. Höre ich in Zukunft nur noch auf meinen Verstand, der alles nüchtern und logisch betrachtet. Berechnungen anstellt, ob Dinge funktionieren können oder nicht. Oder lasse ich mich von meinen Gefühlen leiten, welche mich zu impulsiven Entscheidungen hinführen. Irgendwo in der Mitte wird die Wahrheit liegen. Ich kann nicht ohne meinen Kopf, der mir sagt, was vermutlich die beste Entscheidungen ist und mir Besonnenheit beibringt. Aber ich kann auch nicht ohne meine Gefühle, die mich zu mutigen Taten hinreißen und mir doch ab und an den entscheidenden Ruck geben.
Manchmal im Leben tut es einfach weh und dann muss man lernen damit umzugehen, wenngleich es furchtbar schwierig ist und man alle Hoffnung verloren hat. Es wird auch wieder die Zeit kommen, da die Farben wieder strahlend leuchten und die Tage nicht mehr so grau sein werden.

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Deine Augen

In deinen Augen könnte ich mir mich verlieren. Manchmal wirken sie wie ein Wald mit seinen braunen Baumstämmen, welche die Stärke und Weisheit der Ewigkeit haben. Stärke und Weisheit, welche ihnen niemand nimmt, gleichzeitig aber auch die Spuren, welche diese Zeit an ihnen hinterlassen hat. Ich schlendere zwischen ihnen hindurch. Berühre ihre Borke. Sehe die Risse, welche sie tragen. Ich fühle die Kerben, wenn meine Finger so über sie gleiten, habe ich das Gefühl, dass sie mir Geschichten erzählen. Geschichten von einer Zeit, als ich sie noch nicht kannte. Ich lauschen ihrem Flüstern. Höre mir an, was sie zu sagen haben und nehme den Duft der Erinnerung in mir auf, in der Hoffnung ihn nie zu vergessen. Vergessen werde ich auch nie was sie mir zeigten. Verletzungen, welche so tief und beständig sind, dass sie sie nur mit Mühe zu bewältigen sind. An diesen Stellen verharre ich besonders. Lauschen dem Wispern und werde mit meiner eigenen Hilflosigkeit bewusst. Nur die Flucht in eine Umarmung vermag mich zu retten.

Blicke ich erneut in deine Augen, ergibt sich mir ein vollkommen anderes Bild. Ich sehe in ihnen die Wärme und Liebe, welche du mir entgegenbringst. Eine Wärme, welche in mir ein wohlig schönes Gefühl hinterlässt. Ein Kribbeln direkt im Bauch unterhalb der letzten Rippen, leicht links. Lege ich meinen Hände darauf, so habe ich das Gefühl die Wärme zu spüren, welche sich dort ansammelt und das nur bei einem Blick in deine Augen. Die Gefühle, welche mich so durchstreifen, erscheinen mir wir ein nie enden wollenden Strom voller Freude, der sich durch meinen Körper zieht. Schließe ich die Augen, so habe ich das Gefühl, dass dieser Fluss in mir dafür sorgt, dass Leben in meiner Person freigesetzt wird. Ein Leben, welches ich mit dir teilen möchte.

Öffne ich nun wieder die Augen, sind die deinen erneut vor mir. Manchmal, wenn ich sie so erblicke, habe ich das Gefühl als hätten sie eine Mimik. Würden mich anlächeln, wenn ich Blödsinn mache, aber auch genervt anblicken, wenn ich dich wieder und wieder nach deinem Wohlbefinden befrage. Dein Erstaunen in den Augen, wenn ich dir davon berichte, wie ich dich sehe, aber auch dein Wissen, darüber, wenn es mir schlecht geht. Dies alles in einem Blick mit deinen Augen.

Dann geschieht es von Zeit zu Zeit, dass ich mich in der Schwärze deiner Augen verliere. Ich werde hineingezogen ins Dunkel, wie das Licht in ein schwarzes Loch und so treibe ich umher im Nichts. So denke ich zumindest. Weiß nicht, was du denkst oder fühlst. Habe ich keine Vorstellung von deinen Ideen oder Verwirrungen. Doch dann sehe ich sie nach und nach aufflackern. Wie kleine Sterne am Firmament erleuchten sie. Deine Träume und Wünsche, Gedanken und Ideen, Ängste und Gefühle und ich habe das unstillbare Bedürfnis sie alle auf einmal zu entdecken. Jedoch stelle ich fest, dass ist so viel ist, dass ich das wohl nicht schaffen kann, aber das soll mich nicht davon abhalten. Allerdings möchte ich nicht in deinen Geist eindringen und mir alles mit Gewalt und Jetzt nehmen. So öffne ich die Augen und blicke in die deinen und lasse mir alles von dir berichten, nach und nach und alles zu seiner Zeit, wenn du und ich dafür bereit sind und zwar in einer Art und Weise, dass wir uns in die die Augen blicken können.

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Änderungen 01

“Ich werde ja nicht mehr jünger.” sagt Claudia unvermittelt und reißt mich aus meiner Lektüre. Wir sitzen im Bett. Die Decken über unsere Beine gelegt und mit dem Glucksen der aktiven Heizung im Ohr, blicke ich in ihre Richtung.  Draußen ist es bereits dunkel, wie es im Winter so schnell geschieht. Unsere Nachtischleuchten, sind die einzigen Lichtquellen im Raum und bescheinen sie leicht. Ihr schulteralngen Haare hat sie zu einem Zopf zusammengebunden. Sie schaut mich mit ernster Miene an. Streng sind ihre Züge, vor allem die nach hintern gebunden Haare lassen ihre Stirn deutlicher hervortreten, welche nun wie ein Vorhof zu einem Beet aussieht. Ihre Augenbrauen sind dunkel und passen nicht so gut zu ihren nun blonden Haaren. Ihr Nase sticht aus ihrem Gesicht hervor, wie ein Nagel aus der Wand und verleiht ihr Charakter. Und die Lippen. Diese kamen mir mal voller vor als nun. Nun wirken sie nur wie ein schmaler rötlicher Strich, den jemand in ihr rundliches Gesicht gezeichnet hätte.
“Was meinst du?” frage ich sie etwas wirsch und sie kneift genervt die Augenbrauen zusammen, so dass sie wie eine Uhu mit ihren Augenbrauen aussieht, welcher sich gleich auf mich stürtzt. “Ich werde nicht mehr jünger!” sagt sie nochmal langsam und mit Nachdruck. “Ich auch nicht.” stelle ich nüchtern fest und scheine nicht die von ihr gewünschte Reaktion zu zeigen. “Ich meine, dass ich bald mal Kinder bekommen muss.” teilt sie mir mit, als sei es doch klar gewesen, was sie anfangs meinte. Ich blinzle kurz, da ich von dieser Nachricht etwas überrumpelt bin. Ich hatte mir bisher nicht über Kinder oder etwas ähnliches Gedanken gemacht, auch das Heiraten war für mich keine Notwedigkeit, weshalb wir bis dato nicht verheiratet waren. “Ähm, in Ordnung.” gebe ich noch etwas verwirrt von mir, als sie ihr Buch weg legt. Mir meines aus der Hand nimmt und mir die Brille unsanft von der Nase reißt. Sie schiebt die Decke beiseite und setzt sich rittlings auf mich. Auch von dieser offensiven Tat überrumbelt, bin ich noch weniger in der Lage alles zu verstehen. Sie war noch nie sehr interessiert an Sex gewesen. Es gescha vielleicht ein Mal im Monat das wir miteinander schliefen und dann war es auch eher nur eine Pflichterfüllung. Sie meinte, dann stets, dass sie schon Spaß dran hätte, aber soviel davon (sie nimmt niemals Wörter aus diesem Kontext in den Mund) könne sie nicht haben. Sie küsst mich leidenschaftlich, sogar mit Zunge, was mich noch weiter irritiert, da sie es nicht so schön findet mit mir Speichel auszutauschen. Da ich immer noch wie paralysiert bin, nimmt sie meine Hände und drückt sie sich auf ihre massige Oberweite und ich spüre unter ihrem Nachhemd ihren BH, welche ihren Busen stützt. Sie entkleidet sich und mich zügig. Das ein oder andere Mal zupfe ich auch leicht an ihren Sachen. Sie scheint nicht zu bemerken, dass ich das Ganze etwas unwirklich finde.
Eine Frau, die sonst nicht mal möchte, dass das Licht beim Sex angelassen wird, hat nun keine Hemmung mehr bei diesem sich schnell und ohne Rücksicht zu entkleiden. Ohne jegliche Vorwahrnung nimmt sie meinen Penis in die Hand und führt ihn in ihre Vagina ein. Ich muss zugeben, dass es sich gut anfühlt, wenngleich zu spüren und zu sehen ist, dass sie noch nicht bereit dafür ist. Während sie so auf mich herumschaukelt, scheinbar mit dem einzigen Ziel mein Sperma zu erhalten, sehe ich sie seit langem mal wieder nackt. Ich mochte bisher immer ihr Hüpftgold. Es war nicht unansehnlich und verlieh ihr eine gesunde Weiblichkeit, doch scheinbar achtet sie seit einiger nicht mehr auf sich und ist etwas aus dem Leim gegangen, was mir nun erst so richtig deutlich wird. Anfang war dort nur ein kleiner Polster um ihren Bauch, der wirklich niedlich war, doch nun ist aus diesem Polster ein deutlicher Ring geworden. Diese hüpft nicht deutlich auf und ab, ebenso ihre Brüste, von denen sie schon immer viel hatte. Ich blicke in ihr Gesicht und stelle fest, dass sie von dem Sex gezeichnet ist. Kleine Schweizperlen stehen ihr auf die Stirn geschrieben.
Als ich komme, fragt sie nach einigen Augenblicken “Fertig?” wartet allerdings die Antwort nicht ab, geht von mir runter und verschwindet im Bad. Einige Minuten später kommt sie wieder, zieht sich wieder an, legt sich ins Bett, gibt mir einen Kuss und schläft.

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Something new

This time I try to write in english. Every word is like to stilt. I have no feeling for the flow of the words. I don’t know how to place the words, so that it feels like a wavelike composition, with the peaks and the vales.
I feel like going on ice. Every step seems risky. I have the feeling to slip and fall on my back. And then? I have no idea how to get up, to find the right words to hang on them so that I may get up and walk again. I’m lieing on my back, helpless like a turtle. Maybe I need someone to help me up. Someone who take my hand and leads me. Someone who knows the words and there meaning. Somebody who knows the flow of the words. Someone who knows how to place them.

But now, I’m there, on the ground an looking up to sky. Seeing the clouds which are floating away and leave the blue sky behind. And I know. It doesn’t matter if I’m able to play with the english words like the pianist plays the keys. The only thing which matters, is the fun to play with it, like a child who is playing with a ball.

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Unter den Sternen

Ich fließe dahin, wie das Treibholz auf einem großen Meer. Das Schwanken der Geräusche an meinen Ohren ist beständig. Ein Mal höre die Klänge der rauen See. Ich lauschen dem auf und ab der Wellen und dem Plätschern des Regens. Spüre die Tropfen auf mein Gesicht fallen, wie das berühren kalter Fingerspitzen. Ein anderes Mal vernehme ich nur das dumpfe rauschen des Meeres oder sind es die leisen Töne der Welt, welche durch die Wasseroberfläche brechen. Die Welt, welche mich stets in Anspruch nimmt. Mir einflößen will, was ich machen soll. Doch hier unter dem Wasser sind seine Einflüsterungen gering. Verschwindend gering.

Das Öffnen meiner Augenlieder bringt eine geruhsamen Nacht hervor. Es ist finster. Zunächst denke ich, dass mich die Schwärze verschlucken wird, doch dann erblicke ich sie. Die Sterne am Nachthimmel glitzern mir entgegen. Spiegeln sich in der Wasseroberfläche, wie mein Spiegelbild. Es wird eine Kopie erzuegt. Eine Version gibt es im Himmel und eine auf dieser Welt. Doch welche ist welche?

Ist das verschwimmen der Sterne hier die kaputte Reflexion dessen, was dort oben am Firmament ist. Ein unperfektes Abbild einer perfekten Welt, wo alles seinen Platz hat und die Dinge in Ordnung sind. Oder ist es genau anders herum. Ist das Bild am Himmelszeit eine geschönte Abbildung, dessen was wir hier sehen. Ein einfacher Versuche die chaostischen Dinge an Ort und Stelle zu bringen.

So oder so sind es klägliche Versuche. Perfektion ist nur dann erstrebenswert, wenn sie nie erreicht werden kann, so dass stets ein Antrieb besteht sie zu erreichen. Und wenn Dinge ungeformt sind, besteht doch ein Antrieb darin, die Dinge nach seinen Gedanken zu formen.

Genauso muss diese oder jene Welt, in der wir leben, von uns geformt werden. Nach unseren Vorstellungen. Doch dafür müssen wir aufstehen und dem Wort auch Taten folgen lassen.

Ich stehe auf und sehe sie; die zwei Welten. Die eine klar und deutlich mit scharfen umriss, in der alles definiert ist und die anderen, in welche die Konturen unscharf und schwammig sind, ja sogar manchmal zu verlaufen scheinen. Ich frage mich in welcher Welt ich leben möchte. In jener, die definiert ist oder jener, die noch definiert werden muss.

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My Racing Thoughts und die Farbe meines Lebens

Meine Gedanken kreisen, wie die Wolken. I have to wait, rather patiently, for their rainburst. Doch wenn die ersten Tropfen fallen, fällt auch jedwede Fassade von mir. Every single raindrop washes away a part of my self-portrait, mixing all the different colours into one. So beginne ich zu verstehen, dass selbst das dunkelste Schwarz aus mehr besteht. Like every other colour, black consist of different shades and so I let my thoughts go and the rain falls down on me but I keep on walking. Durchtränkt wie ein Schwamm voller Gedanken und Ideen, erscheint der Horizont vor einem. But is it the horizon I’m walking towards or is it just my own stream of thoughts that I want to see completed? Vollendet wie das Farbgewirr, welches ihnen entschwindet. While one side of me tries to unravel the blue sky from the coal black street that lies in front of me, I wonder whether the horizon only exists to show the end of all colours. Ein Ende, welches in mich führt, welches die farbigen Stränge meiner Gedanke, Ideen, Gefühle und meines Charakters in sich bündelt und mich zu dem macht, der ich bin. An end that leaves every interpretation of what could have been open and with every colour that reveals one part of my personality, another part of yours is revealed. Denn du bist ein Teil von mir, den ich behüte und wahre, wie auch er mich behütet und bewahrst vor dem alltäglichen der Welt. I don’t mind some sort of ordinariness sometimes, but you complete parts of me I never knew existed before and I have to think of re-organising my colours so that they don’t float into the horizon again. Und selbst wenn, dann weiß ich, dass du da bist und mir hilfst meine farbigen Gedanken und Gefühle von jedem anderen Fleck Farbe zu befreien, der dort nicht hingehört, denn du kennst mich. You know my complex colour scheme and you’re not afraid to tell me when I’m wrong with trying new combinations, neither am I, but today there are tiny spots of black on my yellow and I can’t separate them on my own. Und dann habe ich wieder das Gefühl, dass meine Gedanken kreisen, wie die Wolken, die immerfort ihre Bahnen ziehen, aber sich auch in Rauch auflösen und so wird sich dieser Gedanke auch bald in Rauch auflösen und alles wird in Ordnung sein.

In Zusammenarbeit mit TINY NOTE TO MYSELF

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Schule und Informatik

Aus gegebenem Anlass und der Tatsache, dass ich mir dieses Gerede nicht mehr anhören kann, muss ich auch mal meine Meinung reinwerfen. So wurde nun in den letzten Tagen mal die Stimmung laut nach einem Programmier-Unterricht in der Grundschule. Unsere Internetbotschafterin Gesche Joost hat sich in anderen Länder umgeschaut und hat erschreckendes festgestellt. In anderen Länder ist die digtitale Bildung weiter fortgeschritten. Ach? Erzähl mir mal was neues liebreißende Internetbeauftragte. Allein ein Blick in dieses “Neuland” Internet, welches übrigens seit 1969 exzistiert, also rund 46 Jahre, hätte schonmal offenbart, dass Deutschland mit seinen Ausgaben für Bildung innerhalb der OECD-Staaten ganz unten mitdümpelt. Ja, das Land der Dichter und Denker investiert weniger in die Bildung als die herumschießenden Amerikaner. Und wir sehen wohin dies führt. Pseudo Musiker wie diese Gangsta-Rapper, die über Gewalt, Drogen und Sex reden und damit die Gesellschaft in ihren Bann ziehen, sind die Dichter unserer Zeit. Und wer sind die Denker? Da muss man etwas nachdenken. Alberteinstein Einstein fällt einem nach noch leicht von der Zunge, aber wer kennt schon unseren Zeitgenossen Gerd Binning aus? Jetzt werden einige Fragen, wer das ist? Gerd Binning ist Erfinder des Rastertunnelmikroskops.
Aber zurück zur Programmierung in der Grundschule. Da stellst sich also unsere Internetbeauftragte hin und sagt, dass wir da mal Programmierung in der Grundschule einrichten sollen, damit wir von den anderen Staaten, die das schon in ihre Lehrpläne integriert haben, nicht abgehängt werden. Schön! Diese Aussage hätte, ah lass mich lügen, hm, vielleicht schon eher kommen können. Warum hat man Informatik nicht schon eher eingeführt zu einer Zeit, in der Absehbar war, dass Dinge wie das Internet oder Smartphones unser Leben dominieren, also sagen wir mal vor 15Jahren? Ach ja, Deutschland gibt ja nicht gerne Geld für Bildung aus, entschuldigt bitte.
Aber gut, ich muss ja zugeben, dass ich es gut finde, dass zumindest nun mal jemand von den ganz schlauen Leuten da oben sagt, dass wir das brauchen, dann passiert da ja mal möglicherweise etwas, so in X Jahren oder so. Aber warum genau sollen wir denen Programmieren beibringen? Die Welt in der die Kinder leben ist so voller informatischen Geheimnisse, die sie noch nicht verstehen und Programmierung ist nur ein kleiner Teil dessen. Es gibt so viele grundlengendere Konzepte, welche die Schüler zu erst verstehen sollten, bevor sie mit der Programmierung von… ja von was eigentlich? Sie Programmieren etwas, aber genau wissen, was dort eigentlich geschieht, dass Speicheradressen reserviert werden für KOnstanten oder ähnliches wird den Schülern nicht klar, da sie sich nicht damit beschäftigt haben. Sie wissen nicht den AUfbau eines Computer und seine Funktionsweise. Sie wissen nicht wie das Dokument auf ihrem Computer zu einer Datei wird und dann haben wir noch ein ganz anderes Problem. Die Schüler benötigen in der Schule Kenntnisse über Mediennutzung, wie Office-Programme oder Computernutzung und dies ist ohne Frage Teil des Informatikunterrichts. Aber aus irgendwelche gründen wird sich auf das Programmieren gestürtzt, warum? Weil die Amerikaner unter Informatik nur Programmierung verstehen und die dort drübern alles richtig machen? Ich erinnere mal daran, dass die einen Krieg im Irak angezettelt haben, um Massenvernichtungswaffen zu finden, die dann doch nicht da waren.
Was wir wirklich in der Schule brauchen, ist ein umfassender und verbindlicher Informatikunterricht von der 1 bis zu 10 Klasse, der den Schülern die informatische Welt näher bringt, in der sie einfach leben. Gerade erst habe ich da ein Zitat gelesen: “We life in an era of smart phones und stupid people” und ich muss sagen, dass ich dem durchaus zustimmen. Wenn ich nun jemanden zufällig auf der Straße fragen, wie sein Smartphone es schafft, dass Nachrichten an eine andere Person irgendwo zu versenden, dann wird diese Person es mir wohl kaum erklären können. Auch wenn ich Fragen sollte, wie das Internet funktioniert dann muss ich nicht mit einer richtigen Antwort rechen. Aber man möge mich hier nicht falsch verstehen. Ich wünsche mir keine vollkommen korrekte Antwort mit allen Facetten der Thematik, sondern ein rudimentäres Verständnis der Konzepte um einen, wenn es jemanden näher interessiert, dann kann man da immer noch tiefer gehen. Und was anderes wird doch in Schule auch nicht gemacht. Es werden Grundsteine für das später Leben gelegt, wo wir zu Experten werden. Allerdings wird dies nicht im Bereich der Informatik gemacht, was mich sehr traurig macht, da ich sehe, wie dieses Land den Anschluss verliert, wenn es sich nicht mal gezielt um die digitale Bildung seiner Zukunft kümmert.

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